Die unter dem Namen „PHP2Shell“ bekannten Schwachstellen (CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619) können es Angreifern ermöglichen, aus der Ferne und ohne vorherige Anmeldung Schadcode auf verwundbaren Systemen auszuführen. Die europäische Cybersicherheitsagentur ENISA und weitere Experten rieten Unternehmen und Organisationen deshalb dringend, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte das PHP-Projekt Sicherheitsupdates für die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Betroffene Systeme sollten schnellstmöglich aktualisiert oder bis dahin anderweitig abgesichert werden. Die Dringlichkeit zeigte sich auch daran, dass zahlreiche Webseiten, darunter Behörden- und Krankenhausseiten, vorsorglich offline genommen wurden.
Auch an uns ging die Aufregung der vergangenen Woche nicht vorbei. Wir haben sowohl durch die öffentliche Berichterstattung von den Sicherheitslücken erfahren als auch durch unsere eigene Überwachung verschiedener Aktivitäten auf von uns für unsere Kunden gehosteten Webauftritten und unseren eigenen. Bis zur Veröffentlichung der Sicherheitsupdates haben wir einen Workaround umgesetzt, um potenzielle Angriffe einzudämmen. Nach Veröffentlichung der Updates haben wir diese unverzüglich auf den Kundenanwendungen und unseren eigenen Anwendungen installiert, wo es möglich war.
Einige Kunden nutzten ältere PHP-Versionen (beispielsweise PHP 5.6), für die keine entsprechenden Sicherheitsupdates verfügbar waren. Auch hier haben wir unverzüglich reagiert. Unser erfahrenes Support-Team unterstützte, auch unter Zuhilfenahme der KI, die Migration der betroffenen Webauftritte und Anwendungen auf PHP 8, die innerhalb weniger Stunden erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das Ergebnis: Alle von uns betreuten Webauftritte und Anwendungen blieben während des gesamten Vorfalls erreichbar. Es kam zu keinerlei Downtime – keine Webseite und keine Anwendung musste aufgrund der Sicherheitslücken offline genommen werden.
Nach unserem Kenntnisstand kam es zu keiner erfolgreichen Ausnutzung der Schwachstellen. Durch unsere schnellen und konsequenten Maßnahmen konnten wir dies sowie Schäden an den betreuten Systemen verhindern. Insbesondere die gute Ausbildung und die Erfahrung unserer Mitarbeiter:innen mit solchen Situationen ermöglichten es uns, schnell zu reagieren und den Betrieb für unsere Kunden ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheitsmeldungen zeitnah zu bewerten und die eigene technische Infrastruktur zu kennen. Entscheidend ist nicht allein, welche Software eingesetzt wird, sondern auch, wie schnell auf neue Schwachstellen reagiert werden kann. Dazu gehören eine verlässliche Betreuung der Systeme, das schnelle Einspielen von Sicherheitsupdates und geeignete Maßnahmen, um Risiken bis zur vollständigen Behebung zu begrenzen. Ein Workaround kann dabei helfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Er ersetzt jedoch nicht dauerhaft die erforderlichen Sicherheitsupdates.
Haben Sie Fragen zu diesen PHP-Sicherheitslücken oder andere Herausforderungen, bei denen wir Sie unterstützen können? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an info@123domain.eu oder rufen Sie uns direkt unter +49 (0) 231/58698-123 an. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Quellen: cert.europa.eu, enisa.europa.eu, php.net, tagesschau.de, rnd.de, heise.de eigene
